Vier Würfel mit den Fragen Wer?, Wie?, Was?, Wo?

FAQ – Wir beantworten gerne Ihre Fragen

Die Zufriedenheit unserer Kunden steht für uns klar im Mittelpunkt. Daher möchten wir Sie mit unserer Website so gut wie möglich informieren und stellen Ihnen einen großen Umfang an Informationen bereit. Sie finden nachfolgend eine Auflistung von Fragen, die uns am häufigsten gestellt wurden. Wir freuen uns sehr darüber, wenn wir Ihnen mit unseren FAQ schnell und unkompliziert weiterhelfen können. Falls Ihre Frage nicht beantwortet wurde, können Sie sich natürlich gerne an unseren Kundenservice wenden. 

Abstellung Strom

Sollten Sie auf den Betrieb von lebenserhaltenden Maschinen angewiesen sein und Fragen an uns haben, so melden Sie sich bitte rechtzeitig vor der angekündigten Abstellung bei uns.

Es macht Sinn für den Zeitraum der Abschaltung Geräte wie Telefon, Computer, Fernseher etc. auszustecken. Darüber hinaus empfiehlt es sich im Vorfeld Kühlschränke und Tiefkühltruhen auf eine niedrigere Temperatur stellen und nach Abstellung des Stromes nicht mehr zu öffnen.

Beachten Sie bitte dass die Abschaltung des Stromes keine Sicherheit in Bezug auf Spannungsfreiheit Ihrer Hausinstallation darstellt. Montieren von Lampen etc. sollten unterbleiben. Der Strom kann jederzeit wieder zugeschaltet werden!

Nehmen Sie wie vom Hersteller der Geräte empfohlen die Geräte wieder in Betrieb. Bitte beachten Sie, dass Uhren an elektrischen Geräten ggf. neu eingestellt werden müssen.

Abstellung Wasser

Entlüften Sie zuerst die Wasserleitung über die Badewanne bis das Wasser gleichmäßig und ohne Luft strömt. Dann drehen Sie langsam einen Wasserhahn nach dem anderen ein wenig auf und lassen das Wasser laufen, bis die Luft aus der Wasserleitung entwichen ist. Bei Bedarf reinigen Sie das Sieb am Wasserhahn.

In Folge der Wiederinbetriebnahme von Wasserleitung kann es zu Luftblasen und damit zu Druckstößen in der Leitung kommen. Diese schnellen Druckänderungen können Ablagerungen in den Leitungen lösen, die zu einer Trübung des Wassers führen. Lassen Sie daher das Wasser solange laufen, bis die Trübungen nachlassen und reinigen Sie bei Bedarf die Siebe am Wasserhahn. Das Wasser ist ganz normal nutzbar.

Sollten Sie rechtzeitig Vorab Kenntnisse über die Abstellung der Wasserversorgung erhalten, dann drehen Sie bitte die Wasserabsperreinrichtung in Fließrichtung nach dem Zähler zu. Somit vermeiden Sie Druckschläge durch Luft in den Hausinstallationsleitungen bei Wiederinbetriebnahme. Diese kann zu möglichen Loslösungen von Ablagerungen in den Leitungen führen.

Allgemeines

In Deutschland gilt die so genannte Energieeinsparverordnung (EnEV). Diese schreibt vor, dass alle vor dem Jahr 1978 eingebauten Heizkessel kurzfristig durch neue ersetzt werden müssen. Ausnahme: In selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern dürfen Altanlagen länger eingesetzt werden, sofern sie die aktuellen Grenzwerte einhalten – und der Besitzer nicht wechselt.

Bitte beachten Sie: Selbst wenn Ihr Heizkessel jüngeren Datums sein sollte, sind dafür mittlerweile sehr strenge Grenzwerte für die maximal zulässigen Abgasverluste wirksam (BImSchV), die leicht überschritten werden können. Eine Messung Ihres Bezirksschornsteinfegers gibt zuverlässig Auskunft über diesen Wert. Sollte das bei Ihnen der Fall sein, schreibt der Gesetzgeber zwingend vor, dass der Heizkessel ausgetauscht werden muss. Unser Tipp: Meist rechnet sich eine Umstellung auf eine moderne und umweltfreundliche Gasheizung sowieso. Wir beraten Sie in dieser Hinsicht gerne.

Am 1. April 1999 wurde die viel diskutierte Ökosteuer eingeführt. Sie ist - wie die Mineralölsteuer - eine Verbrauchssteuer. Am 11. November 1999 hat der Deutsche Bundestag dann mit dem Gesetz zur Fortführung der ökologischen Steuerreform die zweite Stufe der ökologischen Steuerreform beschlossen.

Das Gesetz enthält verschiedene Kernpunkte, von denen die Anhebung der Stromsteuer in den Jahren 2000 bis 2003 um jährlich 0,5 Pf/kWh (0,2556 Cent) zuzüglich Mehrwertsteuer die Energiekosten verteuert. Für die Kilowattstunde Strom verlangt der Bundesfinanzminister somit seit 1. Januar 2003 2,05 Cent zuzüglich 19% Mehrwertsteuer. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt demnach 71,75 Euro Stromsteuer ohne Mehrwertsteuer (Stand 2017). Der Stromsteueranteil wird – wie der Steueranteil für Benzin an der Zapfsäule – auf der Rechnung nicht aufgeführt.

Ihr Anschluss

Um die Kosten für einen Hausneuanschluss exakt angeben zu können, müssen zuerst die genauen Maße erfasst werden. Grundsätzlich setzen sich die Kosten aus einem Baukostenzuschuss und den Hausanschlusskosten zusammen. Die Höhe der Hausanschlusskosten hängt davon ab, ob der Kunde die notwendigen Tiefbauarbeiten (nicht im Straßenbereich) und die Mauerdurchbruchsarbeiten selbst übernehmen bzw. selbst beauftragen möchte. Bei weiteren Fragen kann Ihnen Herr Klaus Wucherer unter der Telefonnummer 0 63 24 / 59 94 -421 weiterhelfen. 

Bitte setzen Sie uns über Umzüge oder Ummeldungen möglichst umgehend in Kenntnis. Um eine genaue Abrechnung zu gewährleisten, sollten Sie uns Ihre Zählerstände termingerecht übermitteln. Bitte registrieren Sie sich hierfür in unserem Online-Portal oder verwenden Sie die entsprechenden Vordrucke, die Ihnen die GWH-MitarbeiterInnen gerne zusenden.

Wir empfehlen die Festlegung der Gemeindewerke Haßloch anzunehmen oder sich im Einzelfall mit den Mitarbeitern der Gemeindewerke noch einmal im Detail abzustimmen. Hohe Nachzahlungen oder unnötige Überzahlungen könnten sonst die Folge sein. Außerdem werden eventuelle Preisänderungen automatisch berücksichtigt.

Notfall

Ist es trotz regelmäßiger und intensiver Wartung und Instandhaltung unserer Netze und Leitungen dennoch zu einer Störung gekommen, dann bedauern wir dies außerordentlich.
Unsere Fachkräfte sind immer sehr bemüht, die Störung schnellstens zu beheben.
Unsere Störungshotline steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung, auch an Wochenenden und Feiertagen. Sie erreichen uns unter der Telefon-Nummer 0 63 24 / 98 00 05

Bitte überprüfen Sie bei einem Stromausfall immer zuerst Ihre Sicherungen. Vielleicht hat ein defektes Gerät in Ihrem Haushalt einen Kurzschluss verursacht. Wenn das nicht der Fall ist, vergewissern Sie sich bitte, ob nur bei Ihnen oder auch in der Nachbarschaft der Strom ausgefallen ist. Wenden Sie sich am besten direkt an einen Elektroinstallateur, wenn der Stromausfall nur Sie betrifft. Falls der Elektroinstallateur keinen Fehler feststellen kann, benachrichtigen Sie bitte unseren  Störungsdienst. Wir sind rund um die Uhr unter der Telefon-Nummer 0 63 24 / 98 00 05 für Sie erreichbar.

Falls Sie stechenden Gasgeruch bemerken, benachrichtigen Sie bitte umgehend den Bereitschaftsdienst der Gemeindewerke Haßloch unter der Telefon-Nummer 0 63 24 / 98 00 05. Verlassen Sie dazu bitte unbedingt das betroffene Gebäude oder Grundstück.

Beachten Sie bitte außerdem die folgenden Verhaltensregeln:

  1. Rauchen Sie nicht.
  2. Machen Sie kein Feuerzeug oder Streichholz an. 
  3. Wenn der Gasgeruch von außen in Ihre Wohnung oder in Ihr Haus strömt, schließen Sie bitte umgehend Fenster und Türen. Ansonsten gilt: Fenster und Türen öffnen. 
  4. Benutzen Sie keine elektrischen Schalter, Stecker, Klingeln und Telefone. 
  5. Schließen Sie alle Gashähne. 
  6. Warnen Sie Mitbewohner durch Klopfen und Rufen – nicht durch klingeln. 
  7. Warten Sie auf das Eintreffen des Monteurs an der Haustür, weil unser Mitarbeiter nicht bei Ihnen klingeln darf.

Verbrauch

Grundsätzlich sind alle Zähler geeichte Präzisionsgeräte, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg sehr genau die konkreten Verbrauchswerte erfassen. Ob und wie häufig die Zähler bei den Kunden der Gemeindewerke Haßloch gewechselt werden, hängt von der Verbrauchsart und der mechanischen Belastung ab, der die Zähler unterworfen sind. Wasserzähler werden deshalb alle 6 Jahre ausgetauscht. Erdgas- und Stromzähler sind wesentlich geringeren mechanischen Einflüssen ausgesetzt und werden aus diesem Grund nach 8 (Erdgas) bzw. 16 (Strom) Jahren ausgetauscht.

Zur Kostenvorplanung sowie als Vergleichswert für die Analyse des eigenen Verbrauchsverhaltens ist es für viele Kunden wichtig, wie viel Strom, Erdgas und Wasser die Kunden der Gemeindewerke Haßloch durchschnittlich verbrauchen.

Der Durchschnittsverbrauch einer vierköpfigen Familie im freistehenden Einfamilienhaus neuerer Bauart beträgt für:

Strom: 4.500 kWh/Jahr
Erdgas: 30.000 kWh/Jahr
Wasser: 150 cbm/Jahr

Gas

Erdgas entstand vor mehreren hundert Millionen Jahren aus abgestorbenen Kleinorganismen, Plankton und Algen, die sich auf dem Boden der damaligen Ozeane ablagerten und später von Gesteins- und Erdschichten überdeckt wurden. Unter Luftabschluss und dem hohem Druck der sich aufschiebenden Gebirge begann dann ein langwieriger chemischer Prozess, der die organischen Substanzen in gasförmige Kohlenwasserstoffe umwandelte. Erdgas enthält also die von Pflanzen in Form von Kohlenstoffen und Kohlenwasserstoffen gespeicherte Energie, die die Sonne vor langer Zeit auf die Erde abgestrahlt hat.

Erdgas besteht zu 85 bis 98 Prozent aus Methan und höheren Kohlenwasserstoffverbindungen wie Propan und Butan. Von allen fossilen Energieträgern hat es den geringsten Kohlenstoffgehalt und den höchsten Wasserstoffanteil. Schadstoffbildende Komponenten, wie Schwefel, sind darin fast überhaupt nicht vorhanden. Seine Verbrennung ist deshalb sehr schadstoffarm.

In Haßloch wurde 1978 von Erdgas L auf das höherwertigere Erdgas H umgestellt. Die neuen Gasgeräte stellen sich heutzutage automatisch auf die entsprechende Gasart ein.

Erdgas ist von Natur aus geruchlos. Aus Sicherheitsgründen wird aber ein stechend riechender Zusatzstoff beigemischt. Dadurch können auch kleinste Mengen Erdgas sicher bemerkt werden – lange bevor eine Gefahr besteht.

Wasser

Das Trinkwasser der Gemeindewerke Haßloch stammt aus 6 lokalen Brunnen. Wegen der hervorragenden Grundwasserbeschaffenheit ist eine chemische Behandlung des Wassers nicht notwendig, um es zur Versorgung der Gemeinden Haßloch und Iggelheim einsetzen zu können.

Trinkwasser wird in Deutschland in der Tat als Lebensmittel klassifiziert und unterliegt der deutschen Trinkwasserverordnung. Es muss unter anderem regelmäßig untersucht werden, und ist außerdem strengsten hygienischen Vorschriften unterworfen. Die Gemeindewerke Haßloch nehmen diese Verpflichtung zur sorgfältigen Analyse, Überwachung, Aufbereitung und Verteilung dieses "Lebensmittels Nr. 1" sehr ernst und achten streng darauf, dass alle zulässigen Grenzwerte eingehalten werden.

Das Haßlocher Trinkwasser liegt im Härtebereich 2. Der Härtegrad liegt zwischen 11 und 12. Bitte beachten Sie diesen Wert insbesondere bei der Dosierung von Wasch- und Spülmitteln und bei der Einstellung der Spülmaschine. Das spart Geld, erhöht die Reinigungskraft und schont die Geräte sowie das Abwasser.

BEHG (Bundesemmissionshandelsgesetz)

Deutschland trägt als eine der führenden Industrienationen eine besondere Verantwortung für den weltweiten Klimawandel. Mit dem im Jahr 2019 verabschiedeten Klimaschutzplan 2030, der ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Senkung klimaschädlicher CO2-Emissionen beinhaltet, will die Bundesregierung Deutschlands Klimaschutzziel 2030 erreichen: 55 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990.

Die Bundesregierung führt dazu u.a. ab 2021 eine CO2-Bepreisung für die Bereiche Wärme und Verkehr ein. Über einen nationalen CO2-Emissionshandel erhält der Ausstoß von Treibhausgasen beim Heizen und Autofahren einen Preis.

Durch die Einführung des CO2-Preises, auch CO2-Abgabe, CO2-Steuer oder CO2-Bepreisung genannt, wird unter anderem Erdgas für Sie teurer. Wir als Gemeindewerke Haßloch berechnen Ihnen die CO2-Abgabe und geben sie unmittelbar an den Staat weiter. Sie können diese Kosten durch die Reduzierung Ihres Verbrauchs, z.B. durch richtiges Heizen und Lüften oder durch eine neue Heizung, reduzieren.

Wir unterstützen Sie dabei durch vielfältige Angebote.

Das BEHG ist die gesetzliche Grundlage für die Einführung eines nationalen Emissionshandels-systems (nEHS) ab 2021. Das BEHG ermöglicht den Handel mit Zertifikaten für Emissionen aus Brennstoffen und sorgt für eine Bepreisung dieser Emissionen, soweit sie nicht vom EU-Emissionshandel erfasst sind. Einbezogen in den nEHS werden grundsätzlich alle auf den Markt gebrachten CO2-Emissionen verursachenden Brennstoffe, insbesondere Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas, Erdgas und ab 2023 Kohle.

 

Unternehmen oder Personen, die mit Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas oder Erdgas heizen oder Auto fahren, müssen nicht selbst am nEHS teilnehmen. Das müssen nur die sogenannten Inverkehrbringer der Brennstoffe, also etwa Gaslieferanten oder Unternehmen der Mineralölwirtschaft, die nach dem Energiesteuergesetz verpflichtet sind, Energiesteuer zu zahlen.

Demnach müssen wir als Gemeindewerke Haßloch ab 2021 für die an Sie verkaufte Menge Erdgas einen CO2-Preis bezahlen. Wir sind verpflichtet, für den Treibhausgas-Ausstoß, den unser Erdgasprodukt bei Ihnen verursacht, Verschmutzungsrechte in Form von Zertifikaten zu erwerben. Das geschieht über den neuen nationalen Emissionshandel.

Die Kosten für diese Zertifikate berücksichtigen wir künftig in der Preisgestaltung etwa bei unseren Erdgasprodukten. Die Intention des Gesetzgebers ist es, mit der Bepreisung von Brennstoffemissionen emissionsmindernde Verhaltensänderungen zu bewirken. Die höheren Kosten sollen für den gewünschten finanziellen Anreiz zur Emissionsminderung sorgen, da sich Maßnahmen wie z.B. die Investition in Wärmedämmung oder eine effizientere Heizung schneller rechnen.

Der nationale (nEHS) und europäische Emissionshandel (EU-ETS) sowie der freiwillige Emissionshandel haben unterschiedliche Ansatzpunkte, wie die Reduzierung der Treibhausgasemissionen umgesetzt wird:

 

·         - Der EU-ETS verpflichtet zur Abgabe von Emissionsberechtigungen, wo Emissionen in einer Anlage entstehen, also etwa in einem Kraftwerk. Bei den vom EU-ETS umfassten Industrie­ und Energieanlagen handelt es sich um eine kleinere Anzahl von Akteuren mit sehr hohen direkten Anlagenemissionen.

 

·        -  Der nEHS setzt hingegen viel früher an: Schon für das Inverkehrbringen der Brennstoffe müssen Verschmutzungsrechte eingekauft werden, noch bevor die Brennstoffe bei der Anlage angelangt sind. Diese Emissionen, die durch das spätere Verbrennen der Brennstoffe entstehen, werden dabei dem Inverkehrbringer zugerechnet. Also beispielsweise zahlen wir als Erdgaslieferant für die Emissionen, die bei Ihnen durch das Verbrennen von Erdgas in Ihrer Heizung entstehen.

 

·        - Der freiwillige Emissionshandel schafft die Möglichkeit, entstandene Emissionen durch eine freiwillige Kompensation auszugleichen. Wenn Sie beispielsweise eine Heizung mit Erdgas betreiben, entstehen weiterhin CO2-Emissionen, auch wenn Sie sparsam mit der Energie umgehen. Diese Emissionen können Sie z.B. über unser Biogas-Produkt freiwillig kompensieren. Hierbei finanzieren Sie mit Ihrem Erdgasprodukt bestimmte Aktivitäten, die dazu führen, dass an anderer Stelle der Treibhausgasausstoß reduziert wird. Dies kann z.B. die Mit-Finanzierung des Aufbaus einer Windkraftanlage in einem Entwicklungsland sein. Oder der Verursacher kann sogenannte CO2-Senken schaffen – beispielsweise durch die Aufforstung eines Waldes, weil Bäume während des Wachstums CO2 absorbieren und dann meist über Jahrzehnte binden.

Das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) startet 2021 mit einem Festpreissystem, das heißt, der Preis pro Tonne CO2 ist fix und vorab festgelegt. Als Erdgaslieferant benötigen wir für jede Tonne CO2, das durch uns verkauftes Erdgas verursacht wird, ein Zertifikat als Verschmutzungsrecht. Dabei steigt der Preis pro Tonne CO2 Jahr für Jahr. Als Energielieferant kaufen wir die Zertifikate zu folgenden Preisen ein:

 

·         2021: 25 € pro Tonne CO2

Das entspricht netto etwa. 6 Cent pro Liter Superbenzin, etwa 7 Cent pro Liter Diesel, etwa 7 Cent pro Liter Heizöl und 0,455 Cent pro Kilowattstunde Erdgas. Hinzu kommt noch die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 %.

·         2022: 30 € pro Tonne CO2

·         2023: 35 € pro Tonne CO2

·         2024: 45 € pro Tonne CO2

·         2025: 55 € pro Tonne CO2

Die Umrechnung vom CO2-Preis in Kilowattstunden Erdgas ist in der Berichterstattungsverordnung 2022 (BeV 2022) geregelt. Diese schreibt den Inverkehrbringer von Erdgas vor, wie die Emissionen ermittelt werden müssen. Ganz konkret müssen wir die Emissionen für die in einem Kalenderjahr gelieferte Erdgasmenge durch Multiplikation mit Berechnungsfaktoren ermitteln. Die genaue Methodik und Standardwerte sind in Anlage 1 der BeV 2020 festgelegt.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen anhand eines konkreten Beispiels, das wir auf einen Haushalt heruntergebrochen haben, wie die Kosten pro Kilowattstunde Erdgas ermittelt wird:

 

·         Wir liefern an Sie im Jahr 2021 die Erdgasmenge von 20.000 kWh.

·         Diese Erdgasmenge multiplizieren wir mit einem Umrechnungsfaktor, dem Heizwert und dem heizwertbezogenen Emissionswert.

·         Diese sind in Anlage 1 der BeV wie folgt festgesetzt:

o    Umrechnungsfaktor: 3,2508 GJ/MWh (1 MWh entspricht 1.000 kWh)

o    Heizwert: 1 GJ/GJ

o    Heizwertbezogenen Emissionswert: 0,056 t CO2/GJ

·         Daraus ergibt sich für Sie folgende CO2-Emission:

CO2-Menge= 20 MWh (=20.000 kWh) * 3,2508 GJ/MWh * 1 GJ/GJ * 0,056 t CO2/GJ = 3,64 Tonnen CO2

Für die so ermittelten CO2-Emissionen müssen wir als Erdgaslieferant die entsprechende Menge Zertifikate einkaufen: 3,64 Tonnen CO2 * 25 € pro Tonne CO2 = 91,02 € netto. Hinzu kommt noch die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 %.

·         Diese Kosten berechnen wir Ihnen weiter. Pro Kilowattstunde Erdgas ergibt sich für das Jahr 2021 ein Wert von 0,455 Ct/kWh zuzüglich Mehrwertsteuer (91,02 € geteilt durch 20.000 kWh).

·         Die Kosten erhöhen sich, wenn der Zertifikatspreis ab 2022 weiter steigt.  

 

Bei einem Erdgastarif iwe z.B. unser Biogas-Produkt, bei dem ganz oder teilweise Biogas geliefert wird, wird dieser Anteil unter bestimmten Voraussetzungen mit Null Tonnen je Kilowattstunde Biogas gewertet. Entsprechend der BeV 2022 Anlage 1 wird die Menge Biogas von der Gesamtmenge abgezogen, da sie mit Null Tonnen CO2 je Kilowattstunde bewertet wird. Wenn Ihr Erdgastarif einen Anteil von 10 % Biogas enthält, verringern sich die Emissionen und die Kosten ebenfalls um 10 %.  

Ja, für alle unsere Erdgastarife müssen Sie ab dem Jahr 2021 einen Preis für die bei der Verbrennung in Ihrer Heizung entstehenden CO2-Emissionen zahlen. Je Kilowattstunde (kWh) Erdgas entstehen etwa 180g CO2. Umgerechnet auf einen Preis von 25 € je Tonne CO2 ergeben sich somit Kosten in Höhe von 0,455 Cent/kWh. Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh im Jahr 2021 ergeben sich dadurch Mehrkosten in Höhe von 91 € zuzüglich Mehrwertsteuer. Dieser Betrag wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Die genaue Berechnung der Beträge sowie die Berücksichtigung von Bioerdgas bei den CO2-Emissionen finden Sie in vorheriger Frage.

 

Sie können diesen Betrag, der aufgrund Ihres CO2-Ausstoßes entsteht, senken. Denn dieser ist abhängig von Ihrem Verbrauch: Je weniger Erdgas Sie verbrauchen, desto weniger Kosten entstehen. Ganz einfach geht das zum Beispiel mit richtigem Lüften und Heizen oder einer Heizungsmodernisierung.

 

Als moderner Energieversorger beliefern wir Sie nicht nur zuverlässig mit Energie, sondern helfen Ihnen mit verschiedenen Leistungen: Mit unserem Energieberater Herr Alexander Müller können Sie besprechen, wie sie ihren Erdgasverbrauch minimieren können oder ob eine Heizungsmodernisierung hilft, um auch langfristig Kosten zu sparen.

Ja, alle Erdgaslieferanten sind dazu verpflichtet, für den Treibhausgas-Ausstoß, den das Erdgas durch das Inverkehrbringen verursacht, Verschmutzungsrechte in Form von Zertifikaten zu erwerben. Alle Erdgaskunden sind daher vom CO2-Preis betroffen, unabhängig davon, bei welchem Anbieter sie sind und welchen Tarif sie haben. Dies gilt auch für klimaneutrales Erdgas. Lediglich bei einem Erdgasprodukt mit 100 % Bioerdgas fallen keine zusätzlichen Kosten an (siehe auch Berechnung bei vorheriger Frage).  

 

Anders als im Wärmemarkt und im Verkehr wurden bei der Stromerzeugung frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Bereits 1990 legte die damalige Bundesregierung mit dem sogenannten Stromeinspeisungsgesetz (StromEinspG) erstmals einen gesetzlichen Rahmen für den Ausbau der regenerativen Energien vor. Das Stromeinspeisungsgesetz ist der Vorläufer des heutigen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Das EEG ist zentraler Baustein der deutschen Energiewende geworden. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch ist seit der Einführung stark gestiegen, was als wesentlicher Erfolg zu verbuchen ist.

Des Weiteren nehmen viele Anlagen zur Stromerzeugung am europäischen Emissionshandel teil, was zu einer zusätzlichen Reduzierung der Emissionen geführt hat. Auch der Ausstieg aus der Kohleverstromung bis ins Jahr 2038 wird die CO2-Emissionen in den nächsten Jahren deutlich senken.

Im Jahr 2019 wird der CO2-Emissionsfaktor für den Strommix in Deutschland auf 401 Gramm pro Kilowattstunde geschätzt. Im Jahr 1990 waren es noch 764 Gramm pro Kilowattstunde. Die CO2-Emissionen nehmen demnach seit dem Jahr 1990 kontinuierlich ab.

Der neue CO2-Preis soll klimaschädliches Heizen und Autofahren in Zukunft teurer machen. So entsteht ein Anreiz, auf klimaschonende Technologien wie Wärmepumpen und Elektromobilität umzusteigen, mehr Energie zu sparen und erneuerbare Energie zu nutzen.

 

Als moderner Energieversorger beliefern wir Sie nicht nur zuverlässig mit Energie, sondern helfen Ihnen mit verschiedenen Leistungen beim Energiesparen: Mit unserem Energieexperten Herrn Alexander Müller können Sie besprechen, wie sie ihren Erdgasverbrauch minimieren oder ob eine neue Heizung hilft, um auch langfristig Kosten zu sparen.

 

Der zusätzliche Betrag, den wir über angepasste Preise einnehmen, bleibt nicht bei uns sondern wir geben ihn unmittelbar weiter: Die Bundesregierung will die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung in Klimaschutzmaßnahmen – etwa für einen klimafreundlichen Verkehr und energieeffiziente Gebäude  reinvestieren oder an die Bürger in Form von Entlastungen an anderer Stelle sowie Fördermaßnahmen zurückgeben.

Mit Erdgas heizen Sie bereits deutlich klimafreundlicher als mit einer Ölheizung, wodurch auch der CO2-Preis je kWh geringer ist. Darüber hinaus ist eine Kombination Ihrer Erdgasheizung mit Solarenergie möglich, um die CO2-Bilanz weiter zu verbessern. Eine Umstellung auf einen anderen Energieträger wie z.B. Holzpellets oder Strom bei Wärmepumpen kann zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen führen. Neben höheren Investitionskosten sind dafür häufig größere bauliche Veränderungen erforderlich, wie z.B. der Einbau einer Fußbodenheizung bei Wärmepumpen oder einem Lager für die Holzpellets.

Egal für welche Heizung sich Hausbesitzer entscheiden: Wichtig ist eine gut eingestellte Heizung, mit der Sie effizient und umweltschonend heizen.

 

Gerne berät Sie unser Energieexperte Herr Alexander Müller bei der Wahl einer neuen Heizung.

Wir haben für Sie ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihren Erdgasverbrauch reduzieren können und somit Energiekosten und CO2-Kosten sparen können:

 

Wärmeverluste müssen nicht sein

Wenn Rollläden und Vorhänge nachts geschlossen sind, verringert das die Wärmeverluste durch

die Fenster. Gedämmte Heizkörpernischen sparen bis zu vier Prozent Heizkosten.

 

Wärme dort, wo sie gebraucht wird

Verkleidungen vor Heizkörpern verhindern, dass sich die Wärme im Raum ausbreiten kann. Auch

lange Vorhänge, ungünstig platzierte Möbel sowie am Heizkörper trocknende Handtücher können bis zu 20 Prozent Wärme schlucken.

 

Richtiges Heizen spart Bares

Manche mögen’s heiß und wundern sich später über hohe Heizkosten: Eine um 1 °C niedrigere Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizkosten.

 

Die Wohnung, nicht den Keller heizen

Ist die Heizung außerhalb des Wohnbereichs oder in ungenutzten Räumen, etwa dem Heizungskeller, müssen Heizkessel, Warmwasserbereiter sowie Heizungs- und Warmwasserrohre gedämmt sein. Schließlich soll nur die Wohnung und nicht der Keller warm werden. Rohre können Sie kostengünstig selbst dämmen.

 

 

 

Heizung regelmäßig warten lassen

Lassen Sie die Heizung regelmäßig warten! Ist diese in einem guten Zustand, spart das bis zu vier Prozent Energiekosten. Regelmäßige Wartung erhöht gleichzeitig die Betriebssicherheit. Auch eine Reinigung der Heizkörper zu Beginn der Heizsaison spart bares Geld.

 

Moderne Heizungsregelung senkt Kosten

Nachts genügt in den Wohnräumen eine Raumtemperatur von 16 °C bis 18 °C, das spart leicht 20 bis 30 Prozent Energie. Nutzen Sie die „Nachtabsenkung“ Ihrer Heizungsregelung auch während des Winterurlaubs oder wenn die Wohnung längere Zeit verwaist ist.

 

Moderne Heizungstechnik zahlt sich aus

Ein moderner Niedertemperatur- oder Brennwertkessel kommt mit bis zu 40 Prozent weniger Energie aus. Wer dabei auf Erdgas setzt, trägt auch zur Umweltentlastung bei, da Erdgas-Heizkessel in der Regel schadstoffärmer arbeiten.

 

Das Geld nicht verheizen

Frischluft ist das Nonplusultra für ein gesundes Raumklima. Gekippte Fenster sorgen aber kaum für frische Luft, sondern bloß für hohe Heizkosten. Ein ständig gekipptes Fenster kann Energiekosten von etwa 200 € pro Jahr verursachen.

 

Richtiges Lüften leicht gemacht

Lüften Sie in der Heizperiode vier Mal täglich für etwa fünf Minuten per Stoßlüftung, d.h. bei ganz geöffneten Fenstern. Nach dem Duschen und Kochen zusätzlich kurz lüften. Während des Lüftens die Thermostatventile an den Heizkörpern abdrehen.

 

Gerne berät Sie unser Energieexperte Herr Alexander Müller individuell bei Ihren Einsparprojekten.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne:

Gottlieb-Duttenhöfer-Straße 27
67454 Haßloch

0 63 24 / 59 94 -0

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